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Die verzögerte Maisaussaat

 

In einem nassen und kalten Frühjahr kann die Aussaat von Mais manchmal nicht zum gewünschten Termin im April erfolgen und verschiebt sich dann immer weiter nach hinten. Ist der Ackerboden wassergesättigt, kann auf manchen Betrieben auch der erste Schnitt vor der Maisaussaat erfolgen und damit der Aussaattermin noch weiter nach hinten wandern.
 
 
 
Abb. 1: Wasser steht auf den Feldern und macht eine Aussaat unmöglich

   

Folgen einer späteren Aussaat 
Je später die Aussaat erfolgt, um so schneller ist in der Regel das Auflaufen. Des Weiteren nimmt die Pflanzenlänge zu und der Ertrag ab. Allgemein wirkt sich ein früher Aussaattermin daher positiv auf den Ertrag aus. Besonders in kühlen Klimazonen können jedoch auch noch Aussaattermine Anfang Mai zu guten Erträgen führen, wie in Abbildung 2 zu sehen ist. Kritisch wird es erst bei Terminen ab Mitte bis Ende Mai (Abbildung 3).
  
   

Abb. 2: Kornertrag bei unterschiedlichen Aussaatterminen, in Rossleben 2000-2002

 

   

Abb. 3: Auswirkungen unterschiedlicher Aussaattermine, in Paulinenaue 2002

 

Mais kann bei später Aussaat das Wachstum und die Entwicklungsstadien so anpassen, dass die Blüte mit einer geringeren Wärmesumme als bei früherer Aussaat erreicht werden kann. Erfahrungsgemäß ergibt sich so aus einem 2-wöchigem Unterschied im Aussaattermin ungefähr eine Woche Unterschied im Erntetermin.
 
Treten in einem Jahr vermehrt Blattkrankheiten auf, so ist bei spät gesäten Beständen die Gefahr von Ertragsverlusten höher als bei früher gesäten. Auch der Befall mit Maiswurzelbohrer und Maiszünsler gefährdet die spät gesäten Bestände stärker. Je früher der Blattapparat in seiner Funktion eingeschränkt wird, umso weniger Photosynthese kann erfolgen. So geschwächte Pflanzen sind anfälliger für weitere Krankheiten wie Stängelfäule. Zur Ernte sollte daher ein spät gesäter Bestand genau beobachtet und rechtzeitig beerntet werden.

 

 
Sortenwahl

Bei einer sehr späten Aussaat ab Mitte Mai sollten Sorten mit etwas früherer Reife als üblich angebaut werden. Diese bringen zwar in der Regel weniger Ertrag als Sorten einer späteren Reife, dafür ist aber die Abreife sicherer. Gerade bei Körnermais ist eine gute Abreife bzw. ein niedriger Wassergehalt bei hohen Trocknungskosten wichtig. Bei einer späten Aussaat sollte generell vermehrt auf die Gesundheit der Sorten geachtet werden. Sorten, die wenig anfällig für Blattkrankheiten oder Stängelfäule sind, sind hierfür besser geeignet. 

Bei einer Aussaat ab Ende Mai bis Mitte Juni sind speziell für die Spätsaat geeignete Sorten zu empfehlen.
 
Später als Mitte Juni sollte kein Mais mehr gelegt werden. In einem Jahr mit einem kalten Sommer werden auch sehr frühe Sorten, welche Mitte Juni gelegt wurden, nicht mehr reif. In einem Spätsaatversuch der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Poppenburg im Jahr 2010 erreichte PR39V43 (ca. S 190) bei einer Aussaat am 21.Juni einen TM-Gehalt von 29,7% am 22.Oktober (Abbildung 4). Im kühleren Jahr 2011 erreichte die Pioneer® Hybride PR39V43 bei einer Aussaat am 27.Juni als reifste Sorte in Poppenburg zur Ernte am 20. Oktober nur 23,8% im TM-Gehalt.

   
Abb. 4: Spätsaatversuch der Kammer Niedersachsen 2010

 

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Last Modified:8. Februar 2016
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