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Einfluss der Schnitthöhe auf die Silomaisqualität

Die Qualität von Silomais wird bestimmt durch den Energiegehalt, der wiederum im Wesentlichen vom Stärkegehalt und der Restpflanzenverdaulichkeit des Siliergutes abhängt.

Dieser Zusammenhang wird aus der neben stehenden Abbildung deutlich: Die leicht und schnell abbaubaren Bestandteile Stärke, Zucker, Protein u. a. werden nahezu vollständig abgebaut. Sie liefern mehr als 2/3 der Energie bei Silomais, während die Zellwand nur langsam und teilweise abgebaut wird. 

 
      

Die Qualität der Restpflanze bei Silomais ist nicht homogen

Nach Untersuchungen (Flachowsky und Peyker, 1993) verbessert sich die Qualität des Stängels mit zunehmendem Bodenabstand. Dies ist auf die unterschiedliche inhaltsstoffliche Zusammensetzung der oberen und unteren Pflanzenteile zurückzuführen.

   
   
  
   
Durch einen Hochschnitt wird die Energiedichte erhöht   

Durch einen höheren Schnitt senkt man vor allem den Anteil der unverdaulicheren unteren Stängelteile. Im Mittel von mehreren Untersuchungen (Flachowsky und Peyker, 1992; Schubert, 1986; Neylon und Kung, 2003) stieg der Energiegehalt um 0,24 MJ/kg TM und der TM-Ertrag sank um ca. 7 %, wenn ein Hochschnitt von ca. 40 cm mit normaler Schnitthöhe von 10 – 15 cm verglichen wurde.

 

Konsequenzen für die Sortenwahl   

Bei der Beschreibung von Sortenleistungen werden Ertrags- und Qualitätsinformationen mitgeteilt. Ertrag und Qualität sind jedoch nicht unabhängig voneinander, wie das Beispiel des Hochschnitts zeigt. Man verzichtet auf Ertrag, um die Qualität zu steigern. Eine Sorte, die einen überdurchschnittlichen Ertrag liefert, kann durch einen Hochschnitt in der Energiedichte aufgewertet werden und liefert in der Summe nicht nur eine hohe Energiedichte, die für die Futteraufnahme wichtig ist, sondern u. U. auch eine höhere Milchleistung je ha.

So wurde in einer amerikanischen Feldstudie eine sogenannte „brown midrib“ Sorte im Vergleich zu einer guten, ertragreichen Sorte untersucht. „Brown midrib“ Sorten sind spezielle Züchtungen aus den USA, die eine hochverdauliche Zellwand, jedoch auch bis zu 30 % weniger Ertrag und erhebliche agronomische Nachteile aufweisen. Die ertragreiche Vergleichssorte konnte die Qualität ihrer Zellwand deutlich durch einen Hochschnitt erhöhen, und hatte zusätzlich auf Grund ihres hohen Ertrages noch einen deutlichen Vorsprung im Energieertrag, der hier als Milch je ha ausgedrückt wurde.

 

 Sorte
Ertragreiche Sorte
Brown midrib Sorte
 Schnitthöhe, cm 45 15
 Ertrag, t / ha 53 41
 % NDFD, 24 h* 44,3 43,4
 kg Milch je ha 17153 14324

* Zellwandverdaulichkeit, gemessen in vitro

 

Fazit  

Durch einen Hochschnitt von 40 cm wird die Energiedichte im Mittel um 0,24 MJ NEL je kg TM erhöht und der TM-Ertrag um ca. 7 % reduziert. Ertragreiche Sorten können damit im Energiegehalt verbessert werden und weisen dabei trotzdem noch gute Erträge auf.
  

 

Last Modified:8. Februar 2016
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