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Hohe Temperaturen bei der Ernte beeinflussen Silagetemperatur und Silierung

 

Eine frühe Silomaisernte aufgrund von Trockenheit und zeitiger Abreife, führte auch zu hohen Temperaturen des Siliergutes.

P. Berzaghi, Prof. an der Univ. Padua, nahm in Italien Temperaturmessungen an  Silagen vor, die im August bei extremen Außentemperaturen von über 40° C geerntet worden waren. Die Temperatur im Futterstock stieg zunächst sogar bis auf fast 45°C, fiel dann jedoch im Laufe von ca. 6 Wochen bis auf 30° C ab. Die dabei untersuchten Silos waren jedoch mit 4 m Breite und 2 m Höhe relativ klein. Bei größer dimensionierten Silos kann der Abkühlungsprozess wegen der stärkeren Isolationswirkung der Maissilage durchaus noch länger dauern. 

    

Die chemische Analyse von Proben der italienischen Maissilage nach ca. 8 Wochen Silierdauer bei sehr hohen Temperaturen ergab erhöhte Ethanol- und Essigsäuregehalte des Futters. Der Milchsäuregehalt war vergleichsweise niedrig.

Dies ist ein Hinweis auf die Beteiligung von Hefen am Silierprozess. Nach Angaben Dr. Pahlow, FAL Braunschweig-Völkenrode, können hohe Umgebungstemperaturen während der Befüllung des Silos infolge der Isolierwirkung des Futters und durch die Aktivität der Mikroflora selbst über längere Zeiträume zu einer erhöhten Temperatur im Futterstock führen.

Ein reichlicher Ausgangskeimbesatz mit "Feldhefen" kann sich während der ersten Tage nach Silierbeginn weitestgehend zur Gruppe der "gärenden" Hefen umschichten.  

 

Diese sind sehr säurefest und dank der stets ausreichenden Verfügbarkeit von Gärsubstrat in Maissilagen in der Lage, sich auch unter Luftabschluss langsam weiterzuvermehren. Hohe Temperaturen wirken dabei grundsätzlich fördernd.  

 

Last Modified:4. Februar 2016
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