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Wirkt Harnstoff gegen Nacherwärmung in Maissilage?

 

Mehrfach wurde die Frage nach der Wirkung von Harnstoff auf die Stabilität von Maissilagen gestellt.

Aus Versuchen ist bekannt, dass durch Harnstoffzusatz die im Futter vorkommenden Mikroorganismen reduziert werden, d.h. sowohl die erwünschten Milchsäurebakterien als auch die unerwünschten Hefen, die für die Erwärmung verantwortlich und als Wegbereiter für Schimmelbildung bekannt sind, werden dezimiert.  Es wurden deshalb auch häufiger Verbesserungen der aeroben Stabilität bei Harnstoff behandelten Maissilagen berichtet.

Interne und externe Versuchsergebnisse zeigen jedoch nicht immer eine Verbesserung der aeroben Stabilität durch den Harnstoffeinsatz. In einem Versuch, der in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen durchgeführt wurde, war die Stabilität bei Zusatz von 0,5 % und 1 % Harnstoff schlechter als in unbehandelter Maissilage.

Eine Inkonsistenz der Wirkung von Harnstoff auf die aerobe Stabilität von Maissilagen berichtet auch Spiekers (2000), der in einer Praxissilage eine Verbesserung fand, dies in mehreren Laborversuchen jedoch nicht bestätigen konnte.Das läßt sich sicherlich auch durch den Wirkungsmechanismus erklären: Der Harnstoff wird im neutralen pH-Bereich in Ammoniak und CO2 gespalten, wobei der Ammoniak eine pilzhemmende Wirkung besitzt.

Sobald jedoch der pH-Wert gesenkt wird, geht diese Wirkung verloren, d. h. der Harnstoff muss sofort zu Silierbeginn schnell gespalten werden, um die vorhandenen Hefen und Schimmel möglichst rasch abzutöten. Dazu muss der Harnstoff jedoch in gelöster Form vorliegen. Bei Einsatz von Harnstoff in Pulverform kann nicht immer von einer schnellen Auflösung bzw. guten Verteilung im Siliergut ausgegangen werden.

Aufgelöst in Wasser (ca. 800 g je Liter) muss man mit 6,25 Liter Flüssigkeit je Tonne Silomais rechnen, d. h. bei einer Häckslerleistung von 150 t je Stunde sind das etwa 940 Liter je Stunde, eine Menge, die nicht leicht zu bewältigen ist.

Einfacher ist der Einsatz von SILA-BAC® Stabilizer mit dem APPLI-PRO Dosiersystem. Eine Füllung von 375 Litern reicht für ca. 1500 t Siliergut.

 

 
Last Modified:4. Februar 2016
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