Stickstoff - Bilbiothek •  25.01.2021

Die Stickstoff-Wirksamkeit muss im Boden maximiert werden

Die Etablierung gesunder Pflanzenbestände mit einem hohen Ertragspotenzial beginnt bereits mit den ersten Maßnahmen in der Saison. Insbesondere die mit der Düngung zusammenhängenden Prozesse unter der Bodenoberfläche stehen dabei im Fokus.

Stickstoff-Stabilisatoren wie N-Lock verzögern die Nitrifikation, indem sie die Nitrosomonas-Bakterien hemmen und so der Stickstoff länger in der Wurzelzone verfügbar bleibt. Die Wirkung der Stabilisatoren zielt lediglich auf die Nitrosomonas ab, indem das Enzym Ammoniummonooxygenase (AMO) gehemmt wird. AMO ist ein einzigartiges Enzym der Nitrosomonas, welches die Bakterien primär für die Energieerzeugung benötigen.. Der durch die Hemmung resultierende Energiemangel führt die Bakterien in einen temporären Stillstand, sodass ihr Wachstum begrenzt und die Nitrifikation zeitlich unterbunden wird. Sobald die Wirkung des Stabilisators nachlässt (abhängig von der Bodentemperatur), beginnen die Bakterien das vorhandene Ammonium zu nitrifizieren und den Pflanzen zur Verfügung zu stellen.

Vorteile von Stickstoff-Stabilisatoren

·       Verbesserte Standfestigkeit & Nährstoffbedarf kann gedeckt werden

·       Keine Mangelerscheinungen & Verbesserte Abreife

·       Optimierung des Düngemanagements hinsichtlich des Düngertyps, des Zeitpunkts, der Aufwandmenge und des flächenindividuellen Bedarfs.

Optinyte™ technology

Gesunde Bestände und stabile Gewinne können nur mit einem gesunden Boden erreicht werden. Unsere Stickstoff-Stabilisatoren mit der Optinyte™ technology dienen nachweislich dem Schutz der Umwelt und des Bodens bei gleichzeitiger Steigerung der Stickstoffeffektivität. So erreichen Landwirte eine maximale Nährstoff-Effizienz und etablieren gesunde Bestände.

Abbildung 1: Gut gewachsene Maisbestände durch gute Nährstoffversorgung.

Stickstoff-Stabilisatoren

·       Können in Kombination mit Flüssigdünger (z.B. AHL, Gülle) angewendet werden AHL, Harnstoff und Gülle verwendet werden.

·       Verlangsamen effektiv die Nitrifikation von Gülle. Die folgenden Effekte auf den Pflanzenbestand sind zu beobachten:

o   Gut entwickeltes Blattchlorophyll

o   Höhere Getreideerträge

o   Höhere Trockenmasseausbeute

o   Reduzierter Stickstoffverlust

·       Können auf Harnstoff und Trockendünger imprägniert werden.

·       Die mechanische Einarbeitung sollte möglichst direkt erfolgen. Alternativ ist 15 mm Niederschlag innerhalb von 10 Tagen nach der Ausbringung ausreichend.

·       Stickstoff-Stabilisatoren sind kompatibel mit den meisten Herbiziden und Insektiziden, wodurch weniger Überfahrten über das Feld erfolgen müssen.

·       Die Beimischung zu den Düngemitteln kann während der Bodenanwendung oder bereits im Vorhinein über entsprechende "Beimisch-Systeme“ erfolgen.

·       Die Verwendung im Mais und Weizen ist zu empfehlen.

 

Stickstoff-Stabilisatoren in Verbindung mit wasserfreiem Ammoniak

Stickstoff-Stabilisatoren mit der Optinyte™ technology optimieren nachweislich das Ertragspotential, wenn wasserfreies Ammoniak angewendet wird. Sie wirken in der Wurzelzone, sodass der Stickstoff dort gespeichert wird. Aufgrund der flüchtigen Bestandteile, muss das Dünger-Stabilisator Gemisch direkt injiziert oder sofort in den Boden eingearbeitet werden.

·       Kann im Herbst oder Frühjahr vor der Saat breitflächig oder als Unterfußdüngung angewendet werden. Die flüchtigen Eigenschaften des Düngers können insbesondere bei der breitflächigen Anwendung zu einer größeren Herausforderung führen.

·       Einsatz im Mais, Sorghum und Weizen möglich.

·       Der Stabilisator wirkt nicht korrosiv.

Ergebnisse einer Anwendung

Stabilisatoren mit der Optinyte™ technology wurden 1976 als Stickstoff-Stabilisatoren auf den Markt gebracht. Die Landwirte erzielen weiterhin bedeutende Ergebnisse, darunter:

·       Erhöhung der relativen Erträge um 5,4 %

·       Verringerung der relativen Auswaschung um 11,2 %

·       Verbesserte Stickstoffausnutzung um 18,1 %

·       Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 51,1 %

Stickstoff-Stabilisatoren haben sich in der Praxis bewährt ​und gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sprechen Sie uns gerne an, um mehr Informationen ​über unsere Produkte und zur Anwendung der  Stabilisatoren zu erhalten.

[1] Vetsch, J. und J. Lamb (2011): „Anwendung von Instinct als Stickstoffstabilisator für im Herbst aufgebrachten Mist.“

[2] US-Umweltschutzbehörde: Stickstoffstabilisatorprodukte, die unter FIFRA registriert werden müssen, https://www.epa.gov/pesticide-registration/nitrogen-stabilizer-products-must-be-registered-under-fifra

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